„Rente mit 67 nimmt den Jüngeren die Arbeitsplätze weg“

Veröffentlicht am 21.11.2012 in Bundespolitik

Der Generationskonflikt bietet brisanten Gesprächsstoff. Links im Bild: Stefan Zierke und Christian Hartphiel

Templiner Zeitung vom 21. November 2012: Innerhalb des Bürger Dialogs der SPD folgten drei SPD-Politiker der Einladung des DRK-Kreisverbandes Uckermark-West/Oberbarnim e.V. zu einer Gesprächsrunde mit Templiner Senioren.

Wöchentlich findet in der Begegnungsstätte des DRK in der Schinkelstraße der Seniorentreff statt. Die Vorsitzende des Ortsverbandes, Hannelore Kalina, begrüßte den uckermärkischen Bundestagskandidaten der SPD Stefan Zierke und den Stadtverordneten Christian Hartphiel mit den Worten „Wir freuen uns, dass auch einmal ein paar Herren den Weg in unsere Frauenrunde gefunden haben.“ Begleitet wurden die jungen Sozialdemokraten von einem „alten Hasen“, der in DRK-Kreisen bereits bekannt ist. Dr. Karl-Herrmann Seefeld, Kommunalpolitiker und Ehrenvorstandsmitglied der Prenzlauer SPD, leitete bis 2002 mehr als zwei Jahrzehnte das Präsidium des DRK-Kreisverbandes. Bei Kaffee und Kuchen kamen die Gäste schnell mit den Seniorinnen ins Gespräch. Stefan Zierke stellte sich als Bundestagskandidat vor und betonte, dass für ihn der Zusammenhalt in der Gesellschaft und die gegenseitige Unterstützung sehr wichtige Faktoren sind.
Politisch und ehrenamtlich möchte er sich für die Schwachen, für behinderte und alte Menschen einsetzen, sicherte der ambitionierte Kommunalpolitiker zu.
„Ich bin auch der Meinung, dass die Herausforderungen des ländlichen Raumes leider immer weniger Beachtung finden und die Stimme Ostdeutschlands im Bundestag kaum noch zu vernehmen ist“, erklärte der 41-jährige Prenzlauer. In diesem Zusammenhang bestärkten die Seniorinnen den jungen Kandidaten darin, sich für die Rentengerechtigkeit zwischen Ost und West einzusetzen. Gleichzeitig wurde angemahnt, dass es für viele Arbeitnehmer kaum möglich sei, bis zum 67. Lebensjahr im Beruf zu bleiben. „Unsere Kinder sollen bis 67 durchhalten, obwohl die Kräfte und die Gesundheit nicht mitmachen. Aber gleichzeitig nehmen sie damit den Jüngeren die Chance auf einen Arbeitsplatz“, brachte eine Rentnerin das Problem auf den Punkt. „Da kann man die jungen Leute ja verstehen, wenn sie abhauen. Denn woanders haben sie mehr Chancen und werden auch noch besser bezahlt“, ergänzte ihre Tischnachbarin.
Zwar hätte man in diesen Bundesländern zwar ein höheres Gehaltsniveau, müsste aber mehr Miete zahlen und bekäme nicht so leicht einen Kindergartenplatz, entgegnete eine ältere Templinerin und berichtete von den Sorgen ihrer Enkeltochter. „In diesem Zusammenhang sage ich ganz deutlich, dass unsere Partei das Betreuungsgeld ablehnt. Es ist nicht sinnvoll und verhindert Investitionen in die notwendigen Kita-Strukturen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollte weiterhin oberstes Ziel sein“, bekräftigte Stefan Zierke, der als Familienvater mit zwei jungen Kindern aus eigener Erfahrung sprach.

Viele weitere Hinweise wurden dem SPD-Kandidaten mit auf den Weg gegeben. Probleme mit Pflegegeldanträgen, die Ausdünnung des ÖPNV und der Fachärztemangel im ländlichen Raum, aber auch die Themen Leiharbeit und Mindestlohn wurden angesprochen.

Christian Hartphiel nahm als Vorsitzender des Templiner Ausschusses für Ordnung und Sicherheit auch die Hinweise der rund 20 Seniorinnen entgegen, die sich auf Ampelphasen und andere städtische Probleme bezogen. „Von den Senioren der Stadt bekommen wir immer die meisten Hinweise. Viele engagieren sich ehrenamtlich oder bringen ihre Erfahrungen in unseren Arbeitsgruppen und Ausschüssen ein. Das ist gut so. Denn darauf sind wir als gewählte Entscheidungsträger auch angewiesen“, bedankte sich der 34-jährige Stadtverordnete bei den Gesprächspartnern.

 

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